CDU Kreisverband Diepholz

Knoerig: Wolf kommt ins Bundesjagdgesetz

Kabinett beschließt heute Entwurf – Herdenschutz der Weidetiere

 

Foto: Antje EsserFoto: Antje Esser

Das Bundeskabinett hat heute beschlossen, den Wolf in das Bundesjagd aufzunehmen. Wie im Koalitionsvertrag vereinbart, wird damit eine rechtssichere Entnahme ermöglicht und der präventive Herdenschutz der Weidetiere gestärkt. Das teilt CDU-Bundestagsabgeordneter Axel Knoerig, stellv. Mitglied im Landwirtschaftsausschuss, in einer Presseerklärung mit.

 

So sieht der Gesetzentwurf vor, dass die Bundesländer künftig ein regionales Bestandsmanagement einführen können. Damit kann in Regionen mit großen Wolfpopulationen wie in Niedersachsen, wo ein günstiger Erhaltungszustand der Rudel festgestellt wurde, die Zahl der dort lebenden Wölfe reguliert werden. Hierbei ist eine Jagdzeit vom 1. Juli bis zum 31. Oktober eingeplant.

 

Ferner soll eine leichtere, rechtssichere Entnahme von Wölfen auch unabhängig vom Erhaltungszustand möglich werden, wenn diese Herdenschutzmaßnahmen überwunden und Weidetiere verletzt oder getötet haben. Darüber hinaus erhalten die Länder die Möglichkeit, bestimmte Weidegebiete auszuweisen, wo präventiver Herdenschutz aufgrund geografischer Gegebenheiten nicht machbar ist (z.B. kein Aufstellen von Zäunen aufgrund der Bodenbeschaffenheit möglich). Auch hier dürfen Weidetiere durch die Entnahme der Wölfe geschützt werden.

 

Des Weiteren soll die Finanzierung von Zäunen und Herdenschutzhunden weiter unterstützt werden. Aktuell werden Herdenschutzmaßnahmen im Rahmen der „Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz“ (GAK) gefördert. Laut Bundeslandwirtschaftsministerium werden diese Regelungen überprüft, um die Förderung des Herdenschutzes zu verbessern.

 

„Was lange währt, wird endlich gut“, erklärt Knoerig, der sich mit der Unionsfraktion in Berlin seit Jahren konsequent für einen besseren Schutz der Weidetiere eingesetzt hat. „Für die Landwirte, Schäfer und privaten Tierhalter sind die Wolfsrisse ja nicht nur eine finanzielle, sondern vor allem auch emotionale Belastung. Deshalb ist es gut, dass nun endlich klare, praxistaugliche Regeln und Rechtssicherheit bundesweit eingeführt werden. Das Land Niedersachsen ist gefordert, nach Verabschiedung des neuen Gesetzes im kommenden Jahr die Neuregelungen zeitnah in die Praxis umzusetzen.“

 

In Deutschland leben über 200 Wolfsrudel, davon über 50 in Niedersachsen.