Mit der heimischen Landwirtschaft im Dialog
Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Silvia Breher MdB, hat jüngst auf Einladung des Landtagsabgeordneten Marcel Scharrelmann den Familienbetrieb Wiechering-Sudmann besucht. Gemeinsam mit Scharrelmann und dem Diepholzer Bürgermeister Florian Marré informierte sie sich über den Betrieb und tauschte sich mit der Familie über aktuelle Themen der Landwirtschaft aus. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf bürokratischen Hürden und möglichen Ansätzen zum Bürokratieabbau.
Der Familienbetrieb bewirtschaftet rund 700 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche und beschäftigt rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zu den Schwerpunkten des Betriebes gehören die Milchviehhaltung und Rinderzucht sowie der Betrieb einer Biogasanlage. Bei einem Rundgang erhielten die Gäste Einblicke in Zucht, Fütterung, Melken und Vermarktung. Viele Arbeitsabläufe sind bereits automatisiert und digitalisiert, teilweise kommen auch KI-gestützte Systeme zum Einsatz.
Im anschließenden Gespräch schilderte die Familie Wiechering-Sudmann anhand konkreter Beispiele, welchen bürokratischen Anforderungen landwirtschaftliche Betriebe im Alltag begegnen. Diskutiert wurden unter anderem Melde- und Dokumentationspflichten, Veterinär- und Agrarfragen sowie Genehmigungsverfahren. Im Mittelpunkt stand die Frage, wo Verfahren vereinfacht, Doppelstrukturen reduziert und Zuständigkeiten besser aufeinander abgestimmt werden können.
Breher berichtete über aktuelle Ansätze und laufende Arbeitsgruppen auf Bundesebene und nahm Anregungen aus der betrieblichen Praxis mit. Dabei wurde auch deutlich, dass viele Themen unterschiedliche Zuständigkeiten auf europäischer, Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene berühren.
Weitere Gesprächspunkte waren die Düngeregeln und die Abgrenzung sogenannter „roter Gebiete“, die Grundwassersituation, Standards und Gütesiegel, das Mercosur-Abkommen sowie die aktuelle Hitze- und Trockenperiode.
Scharrelmann betonte: „Der Betrieb der Familie Wiechering-Sudmann zeigt eindrucksvoll, wie modern und innovativ Landwirtschaft heute aufgestellt ist. Gleichzeitig ist es wichtig, Erfahrungen aus der Praxis aufzunehmen und die unterschiedlichen politischen Ebenen zusammenzubringen.“
Der Besuch unterstrich die Bedeutung des direkten Austauschs zwischen landwirtschaftlicher Praxis und Politik, insbesondere mit Blick auf praxistaugliche Regelungen und den Abbau unnötiger Bürokratie.