Knoerig: 87.000 Euro für Insektenschutz heimischer Höfe / 6 Betriebe wurden 6 Jahre im Bundesprojekt FINKA gefördert
Sechs landwirtschaftliche Betriebe im Landkreis Diepholz haben sechs Jahre lang am Bundesprojekt FINKA („Förderung von Insekten im Ackerbau“) teilgenommen. Von 2020 bis 2025 haben dabei drei konventionell arbeitende Höfe in Bassum, Süstedt und Weyhe mit drei Biobetrieben in Sudwalde, Twistringen und Weyhe paarweise kooperiert.
Die Biolandwirte haben ihre Kollegen dahingehend beratend unterstützt, auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln gegen Insekten und Unkräuter auf Versuchsflächen zu verzichten. Wie der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete in einer Pressemitteilung berichtet, hat der Bund das Projekt mit insgesamt 87.237 Euro an Aufwands- und Nutzungsentschädigungen für alle Beteiligten unterstützt.
„Es muss nicht immer 100 Prozent ökologische oder konventionelle Landwirtschaft sein“, erklärt Knoerig, stellvertretendes Mitglied im Landwirtschaftsausschuss des Bundestages. „Interessierte Landwirte können auch Teile ihres Betriebes auf Bio-Ackerbau oder -Tierhaltung umstellen oder, wie hier getestet, auf bestimmten Flächen auf Herbizide und Insektizide verzichten.“
An dem Modellprojekt, das im Bundesprogramm Biologische Vielfalt mit über drei Millionen Euro gefördert wurde, nahmen bundesweit 60 ausgewählte Landwirtinnen und Landwirte teil. Zu den Verbundpartnern gehörte unter anderem das Landvolk Niedersachsen. Ziel war es, die Biodiversität auf Ackerflächen zu erhöhen und die Thematik weiter bekanntzumachen.
Das erfolgreiche Vorhaben wird nun unter Förderung des Niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums bis zum 29. Februar 2028 fortgesetzt. Acht Kooperationen von Höfen sollen dabei praxisnahe Bewirtschaftungsstrategien entwickeln. Im Landkreis Diepholz nehmen der Hof Benger in Süstedt und der Biohof Denker in Sudwalde weiterhin an dem Modellvorhaben teil.
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